Überall auf der Welt vollziehen die unterschiedlichsten Tiere auf verschiedene Art und Weise im Meer eine Reise von den seichten Gebieten in die tiefen Gewässer, insbesondere in den gemäßigten Gebieten und vor allem den Tropen. Einige dieser Migrationen finden von Zeit zu Zeit statt, bei anderen handelt es sich um eine ständige Wanderschaft. Die bemerkenswerteste Wanderschaft vollziehen dabei die Hummer.
Eine lange Reise auf See:
Hummer
Im Herbst verwandeln sich die Wetterbedingungen in der Region, in der die Hummer leben, stark. Wegen des hohen Drucks werden die Winde stärker, der Himmel verdunkelt sich, es fällt Regen und die Temperatur fällt. Gleichzeitig werden die seichten Gewässer, in denen die Hummer leben, trüb. Wegen des Windes entstehen in den flachen Gewässern starke Wellen. Das ist das Zeichen für die Hummer, dass für sie die Zeit der Reise gekommen ist.
Es ist nicht ganz bekannt, warum die Hummer im Herbst ihre Wanderschaft antreten und wie sie den Zeitpunkt bestimmen. Doch die bestehenden Informationen legen nahe, dass Umweltfaktoren eine wichtige Rolle spielen. Plötzliche Temperaturschwankungen und Wasserbewegungen könnten die Hummer dazu veranlassen, ihren Standort zu wechseln. Der wichtigste Punkt hierbei besteht darin, dass der Hummer den Wechsel der klimatischen Bedingungen in seinem Lebensraum wahrnimmt und begreift, dass diese Bedingungen für ihn ein Risiko darstellen und er daher Maßnahmen ergreift. Es gibt auch einige Punkte die er bevor er Maßnahmen treffen kann, in Betracht ziehen muss. So muss er bereits zuvor wissen, welche Umgebung im Meer für ihn passend ist und wie er diese am schnellsten erreichen kann. Nachdem er alle diese Beschlüsse gefasst hat, macht sich der Hummer sehr bewusst auf den Weg.
Die bemerkenswerte Migrationsweise
der Hummer
Die Reise der Hummer führt in der Regel in ruhigere Gewässer. Während ihrer Wanderschaft stellen die Hummer einen hoch Aufmerksamkeit erregenden Anblick dar. Die Hummer bilden einen Konvoi aus fünfzig bis sechzig Tieren, die eng hintereinander aufgereiht sind. Auf diese Weise marschieren sie einige Tage lang Tag und Nacht auf dem Grund des Meeres.35
Die Mitglieder des Konvois geben ihre eigene Position mittels ihrer Antennen und Vorderbeine durch Berührung ihrer Vordermänner am Bauch weiter. Diese Verbindung geht auch dann nicht verloren, wenn man den Hummern ihre Antennen nimmt. Der antennenlose Hummer geht sofort dazu über, seinen Vordermann häufiger mit den Füßen zu berühren. Wenn auch die Fußspitzen entfernt werden, dann stößt er weiter mit den verbliebenen Gliedern. Auf diese Art stellt der Hummer sicher, dass die Reihe aufrecht bleibt, auch wenn er nichts sehen kann. Auch die Wasserbewegung, die durch den vorangehenden Hummer verursacht wird, ist in dieser Hinsicht ebenso ein wichtiges Hilfsmittel wie ein chemischer Warnstoff.
Auch wenn man denkt, dass die Hummer beschließen gemeinschaftlich auf Wanderschaft zu gehen, ist es doch schwer zu erklären, warum sie eine einzige lange Reihe bilden. Dieses Verhalten bietet dem Hummer viele Vorteile. Die Hummer sind den Gefahren, die ihnen auf dem Weg lauern, nicht alleine ausgesetzt und durch die gemeinsame Wanderschaft werden sie nicht so leicht zu Beute. Denn alle gemeinsam nutzen ihre Augen, Antennen und anderen Wahrnehmungsmethoden, um Feinde zu entdecken und sich dann verstecken zu können. Normaleweise greifen große Fische gern während ihrer Wanderschaft an. Während des Angriffs dreht sich der Hummer an der Spitze um sich selber. Die anderen Individuen, die das sehen, wissen dann, dass eine Gefahr besteht und bilden eine Rosette. So entsteht ein Verteidigungspanzer. Unter normalen Bedingungen würden die Hummer schnell gefressen werden, doch auf diese Art haben sie einen Schutz gegen Feinde. Der empfindlichste Teil des Hummerkörpers ist der Bauch. Den größten Schaden kann man ihnen dort zufügen. Wenn sie sich hintereinander aufreihen, schützt der hintere Hummer den Bauch des vorderen.36
Außerdem wird auch die Bewegungsmöglichkeit der Hummer gesteigert, wenn sie in einer langen Reihe ihre Wanderung durchführen. Ein Hummer, der sich alleine im Wasser vorwärts bewegt braucht doppelt so viel Kraft, wie wenn er hinter einem anderen Individuum hinterher läuft. Innerhalb kürzerer Zeit können die Hummer eine weitere Strecke zurücklegen, wenn sie eine Reihe bilden. Es wurden einige Arten beobachtet, die einen Kilometer pro Stunde zurücklegen konnten.
Forschungsergebnisse haben bewiesen, dass Hummer auch dann in ihre Heimat zurückfinden, wenn man sie in einem fremden Gebiet ausgesetzt hat. Doch trotz aller Bemühungen konnte nicht ganz geklärt werden, welche Methode sie dabei anwenden. Hummer der Art Panulirus Argus finden ihren Weg zurück, wenn man sie an einem Kilometer weit entfernten Ort aussetzt und alle Anhaltspunkte für den Rückweg vernichtet. Es gibt einen besonders bemerkenswerten Versuch in diese Richtung.
Man hat am Strand gefangene Hummer in einem abgedeckten Container, in den kein Sonnenlicht eindringen konnte, mit Lastwagen zur Versuchsanordnung gefahren. An den Containern der Hälfte der Passagiere wurden Magneten angebracht. Einige der Magneten wurden an Bändern aufgehängt und pendelten ungeordnet hin und her. So hat sich das Magnetfeld im Inneren des Containers beständig verändert. Die zweite Fuhre wurde in denselben Containern ohne Magneten transportiert. Während der gesamten Fahrt wurde dafür gesorgt, dass die Hummer im Inneren der Container hin und her geschwenkt wurden. Um alle Anhaltspunkte zu verwischen wurden einige ungeordnete Manöver und Kreise gefahren, bis das 37 km entfernt gelegene Versuchsgelände erreicht wurde. Dann wurden die Hummer vom Laster abgeladen und verbrachten die Nacht in einem Tank, der dem natürlichen Erdmagnetismus ausgesetzt war.
Am nächsten Morgen wurden den Hummern die Augen verbunden und versucht, wie sie den Weg fänden. Es hat sich gezeigt, dass beide Gruppen, sowohl die, die mit Magneten als auch die, die ohne Magneten transportiert worden waren, den Weg genau gleich finden konnten. Beide Gruppen haben ohne zu zögern die Richtung eingeschlagen, in der sie gefangen worden waren.37
Hier sollte man über folgendes nachdenken: Woher kennen die Hummer eine Methode, die bis heute noch nicht ganz erklärt werden konnte, um ihren Weg auch dann zu finden, wenn sie an einen fremden Ort versetzt wurden? Natürlich kann man nicht davon ausgehen, dass der Hummer mit Hilfe seines eigenen Verstandes sich gewünscht hat, dass er unter allen möglichen Bedingungen seinen Weg nach Hause finden kann und sich solch eine Methode dann ausgedacht haben könnte. Es ist auch undenkbar, dass sich das Migrationsverhalten des Hummers über mehrere Entwicklungsstufen entwickelt haben könnte. Die Migrationsfähigkeit des Hummer ist höchst erstaunlich aber eine Eigenschaft, die er sich nicht selber zu verdanken hat. Es ist nicht der Verstand des Hummers, mit dem sie darüber nachdenken und dies planen, ihren Plänen entsprechend Berechnungen anstellen und der sie zu ihrem Ziel führt. Allah, Der alles erschaffen hat und alles über die Schöpfung weiß, weiß auch was dem Hummer im Laufe seines Lebens alles zustoßen kann. Unser höchster Herr hat ihn mit allen Fähigkeiten ausgestattet, die er braucht. Dies ist nur ein einziges Beispiel für die erhabene Kunst in Allahs Schöpfung:
Allah! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen! Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Wer ist es, der da Fürsprache bei Ihm einlegte ohne Seine Erlaubnis? Er weiß, was zwischen ihren Händen ist und was hinter ihnen liegt.“ Doch sie begreifen nichts von Seinem Wissen, außer was Er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, beide zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene. (Sure al-Baqara, 255)
Die Migration der Meeresfische
Die unterschiedlichen Fischarten, die im Meer leben, treten Reisen in verschiedener Länge an. Jede Fischart hat dabei eine andere Art der Migration, vom kleinen Fischchen über tonnenschwere Walfische bis hin zum riesigen Thunfisch. Einige gehen auf Wanderschaft um eine Nahrungsquelle zu finden, andere um ihre Brutstätten zu erreichen, wieder andere, weil sich die Bedingungen in der Umgebung verändert haben.
Man könnte meinen, dass die Veränderungen im Meer im Vergleich zum Land geringer sind und die Bewegung der Wellen und der Gezeiten einer Ordnung folgen, was mehr Sicherheit bei der Orientierung bietet. Doch in den Untiefen des Ozeans ist das nicht der Fall und es gibt Bewegung und Veränderung, vielleicht sogar mehr, als an Land. Außerdem ist es schwieriger diese Veränderungen zu erkennen und zu verstehen, als an Land. Trotz dieser erschwerten Bedingungen führen die Fische im Meer aus verschiedenen Gründen ihre Migration durch.
Futtermigranten
Die Migration der Fische des Ozeans fällt sehr unterschiedlich aus. Ständig findet im Meer eine Migration statt. Manche einige Meter, manche hunderte Meter lang, einige dauern mehrere Stunden, andere Tage. Die einzige Gemeinsamkeit dieser unterschiedlichen Reisen liegt in ihrem Ziel. Viele Fische müssen regelmäßig ihren Standort wechseln, um Nahrung zu finden.
Uferfische können bei diesen Migrationen von den Gezeiten profitieren. Dank der Gezeiten können sie erst an den Strand gelangen und später wieder zurückkehren. Auf diese Art und Weise verbringen sie jeden Tag einige Stunden mit der Futteraufnahme. Einige Fische verwenden den Wechsel zwischen Tag und Nacht für die Nahrungsaufnahme. In den Korallenfelsen der Karibik lebt ein bunter Schwarmfisch, der wegen des Geräusches, das er von sich gibt, wenn er gefangen wird, Murmelfisch genannt wird. Tagsüber verstecken sich diese Fische in den Felsspalten, weil es keine Nahrung gibt. Nachts schwimmen sie in Schwärmen in die offenen Regionen, wo das Angebot an Nahrung reichhaltig ist. Sie tauchen in die Regionen ab, wo es viele Wasserpflanzen gibt und ernähren sich dort von den Wirbellosen Tieren. Vor Sonnenaufgang kehren sie auf derselben Route wieder zu ihren Felsen zurück. Jeder Schwarm verwendet über Jahre seine eigene Route für den Hin- und Rückweg.38
Fortpflanzungsmigranten
Neben der Nahrungssuche spielt auch die Fortpflanzung eine wichtige Rolle bei den Gründen der Migration von Meeresfischen. Egal wie sehr sich die Form dieser Migration auch unterscheiden mag, alle haben besonders interessante Details. Viele Fische gehen täglich oder saisonal auf Wanderschaft, um ihre Brutgebiete zu erreichen. Der Grund hierfür liegt darin, dass einige Fische täglich laichen, andere ein Mal im Monat. Die Reise zu den Laichgebieten kann kurz sein, manchmal wird aber auch ein ganzer Ozean durchkreuzt.
Manche Fische treten ihre Migration als fünf bis zehn Individuen an, einige rotten sich in Schwärmen zu zehntausenden zusammen. Alle bilden Schwärme, als würden sie wissen, dass sie gemeinsam in Aktion treten müssen und ihnen das große Vorteile bringt.
Eine Forschung über die Fortpflanzungsreise des Herings gibt Aufschluss zu diesem Thema. Diese Fische führen gleichzeitig auf zwei Flächen eine Bewegung durch. Zum einen die Aufwärtsbewegung, wenn sie auf der Suche nach Plankton sind, von dem sie sich ernähren. Zum anderen die kreisförmige Migration zu den Laichgebieten.
Diese Fische halten sich jedes Jahr einige Monate in den Laichgebieten auf, dann zerstreuen sie sich wieder. Heringe laichen niemals alle gleichzeitig und zum selben Zeitpunkt. Zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Regionen sammeln sie sich in Schwärme zusammen. Doch sie leben immer im Schwarm und die erwachsenen Heringe kehren jedes Jahr zu denselben Laichplätzen zurück. Die Laichgebiete werden nach dem reichhaltigen Angebot an Nahrung bestimmt. Daher werden Strudel und Strände bevorzugt.
Es ist beachtenswert, dass bei der Migration in jedem Stadium ein Entscheidungsmechanismus vorliegt. Die rechte Zeit, der rechte Ort, der rechte Weg… Doch keine einzige Fischart verfügt über den notwendigen Verstand, die passenden Bedingungen zu kennen und anhand dessen ein Urteil zu fällen. Es wäre schwer jemandem Glauben schenken zu können, der eine solche Behauptung aufstellt. Daher ist es eine offensichtliche Tatsache, dass der erhabene Verstand, den alle Lebewesen bei jedem Schritt aufweisen, von Allah, dem Schöpfer allen Lebens stammt. An diejenigen, die einen anderen Schöpfer als Allah suchen, wendet sich der Quran mit den Worten:
Sprich: „Sollte ich einen anderen Herrn suchen als Allah, Welcher doch der Herr aller Dinge ist?“ Jede Seele belastet nur sich selbst. Und keine belastete (Seele) soll einer anderen Last tragen. Zu euerem Herrn ist schließlich euere Heimkehr, und dann wird Er euch wissen lassen, worüber ihr uneins wart. (Sure al-An’am, 164)
Orientierung im Ozean
Wie findet ein Fisch im riesigen Ozean sein über tausende Kilometer weit entferntes Laichgebiet? Neben dieser Frage muss man auch eine Antwort dafür finden, woher der Fisch weiß, dass ein Ort, an dem er noch nie gewesen ist, für ihn geeignet ist. Diese Fähigkeiten der Fische - die den Menschen so beeindrucken – und ihr perfekter Orientierungssinn, lassen sich nicht durch eine Entwicklungszeit und den Zufall erklären, wie die Evolutionisten das so gern versuchen.
Die Evolutionisten denken nicht gern über intelligentes Verhalten von Tieren nach. Daher versuchen sie, wenn solche Beispiele gegeben werden, das mit dem Wort „Instinkt“ abzutun. Doch sie können nicht erklären, was die Quelle des Instinkts ist. Der Begründer der Evolutionstheorie, Charles Darwin, hat folgende Beichte in Bezug auf den Instinkt in seinem Buch „Der Ursprung der Arten“ abgelegt:
Die meisten Instinkte sind so erstaunlich, dass es scheint, dass einige womöglich in der Lage währen, die gesamte Theorie zum Einsturz zu bringen.
Diese Vermutung lastet schwer auf mir. Die Instinkte unterliegen keinen so sensiblen Veränderungen wie der Körper.39 So wie ich in meinem Buch festgestellt habe, ist es ziemlich schwer zu verstehen, weshalb sich auf einer unbewussten Stufe eine Veränderung im Instinkt oder der Struktur vollzieht.40
Darwin bekennt mit dieser Aussage, dass die Instinkte sich nicht aus sich selber heraus entwickelt haben können und dass dies ein ausreichender Beweis wäre, um die Theorie zum Einsturz zu bringen. Dennoch übergeht er dieses Thema, damit die Evolutionstheorie den Menschen einleuchtend erscheint. Den Grund dafür nennt er auf folgende Weise:
„Letztendlich … befriedigt es meine Phantasie mehr, wenn ich mir die Instinkte nicht als verliehene oder erschaffene Kräfte vorstelle, sondern als ein Gesetz, das für die Entwicklung aller organischen Geschöpfe sorgt, also für deren Vermehrung, Veränderung, das Überleben des Stärksten und das Aussterben der Schwachen, auch wenn das Ergebnis, das sich darauf ableitet, nicht ganz logisch erscheinen mag.“41
Mit diesen Worten gibt Darwin offen zu, dass die Existenz eines Schöpfers eine sehr viel einleuchtendere Erklärung für den Instinkt wäre. Und gleich darauf stellt er fest, dass auch wenn die Wirklichkeit so wäre, es dank seiner „Phantasie“ möglich sei, sich vorzustellen, dass all diese makellosen Fähigkeiten aufgrund von Zufall entstanden wären. Es zeigt sich also, dass es nicht mal für den Begründer der Evolutionstheorie Darwin möglich gewesen ist, die Existenz der Instinkte mit der besagten Theorie zu begründen.
Dabei weisen die Lebewesen die Verhaltensweisen, welche die Evolutionisten nicht erklären können, bereits vom Moment ihrer Geburt an auf. Sie alle setzen ihre Reihe dank der Inspiration, welche Allah, ihr Schöpfer ihnen verliehen hat, fort. Sie verfügen nicht über einen eigenen Verstand oder Geistesgabe. Allah, Der sie besser kennt als alles, Der alle ihre Bedürfnisse kennt, hat sie samt ihrer Eigenschaften erschaffen. Jetzt wollen wir näher betrachten, mit welchen Methoden Allah die Lebewesen ihren Weg finden lässt.
Techniken zur Richtungsfindung
Fische haben unterschiedliche Methoden, um sich bei ihren Wanderungen im Ozean zu orientieren. Versuche mit Fischen, die auf Korallenriffen beheimatet sind, haben gezeigt, dass diese die Korallen nutzen. Wissenschaftler konnten beweisen, dass Fische ihre Route ändern, wenn eine besonders hervorragende Koralle, die auf der Zugstrecke von Fischen liegt, versetzt wird, sich auch die Route der Fische neu orientiert und diese wieder an dieser Koralle vorbeiziehen. Wahrscheinlich nutzen Fische, die entlang des Ufers ziehen, dieselbe Methode um, um ihren Weg zu finden. Diese Fische, die parallel zur Uferlinie schwimmen, folgen einer Route, welche genau an die Uferform angepasst ist.
So wie einige andere Lebewesen, die zu Land oder in der Luft wandern, gibt es auch Fische, die sich am Stand der Sonne orientieren. Viele Fische, die sich bei Nacht verstecken und tagsüber zu ihren Futterplätzen am Ufer schwimmen, verwenden diese Methode. Eines der deutlichsten Indizien für diese Behauptung besteht darin, dass Papageienfische, die man weit entfernt vom Ufer aussetzt, an sonnigen Tagen direkt wieder zurückfinden, an wolkigen Tagen jedoch ziellos im Wasser hin und her schwimmen. Das sind Beispiele, die anhand der Wissenschaft festgestellt werden konnten. Doch wie beispielsweise Thunfische bei Nacht und auch an bewölkten Tagen ihren Weg finden, ist eines der Geheimnisse, die die Wissenschaftler begeistert. Dank einer Fähigkeit, die weit über der der Menschen liegt, finden diese Fische ihr Ziel ohne vom Weg abzukommen. Dass ein Fisch unter Wasser – aus der Vogelperspektive betrachtet – den direkten Weg zu seinem Ziel verfolgt, ist ein Gottesbeweis, über den nachgedacht werden sollte. Allah hat diese Lebewesen mit allen Systemen erschaffen, die sie für ihr Leben benötigen und ihnen die Inspiration für ihr Verhalten und die Fähigkeit ihres Orientierungssinns geschenkt. Dank dieser Inspiration können die Fische im unendlichen Ozean ihren Weg finden.
Eine weitere Technik, mit welcher die Fische ihre Richtung bestimmen können, besteht darin, dass sie – wie die Vögel – das Magnetfeld der Erde und auch elektrische Strömungen wahrnehmen können. Einige Forschungen an Haifischen haben gezeigt, dass sie das Magnetfeld der Erde wahrnehmen können. Auch die Forschungen in Bezug auf elektrische Felder wurden anhand von Haien durchgeführt. Es wurde herausgefunden, dass sie am Kopf und der Nase Falten haben, die empfindlich für elektrische Felder sind und es wurde versucht ihren Orientierungssinn mit dieser körperlichen Besonderheit zu erklären.
Durch das Magnetfeld der Erde entstehen im Ozean starke elektrische Felder. Und diese Strömung, die durch die elektrischen Felder im Ozean entsteht, kann der Haifisch wie eine Autobahn nutzen. Doch egal wie befriedigend diese Erklärung zu sein scheint, nichts kann genau erklären, wie die Fische sich im Ozean orientieren. Thunfische verfügen beispielsweise nicht über dieselbe Empfindlichkeit für Elektrizität wie Haie. Welchen Mechanismus verwenden sie dann, um ihren Zielort finden zu können? Die Forschung konnte hierfür noch keine Erklärung liefern. Es sollte auch nicht vergessen werden, dass falls irgendwann ein entsprechender Mechanismus entdeckt werden sollte, die Migration der Fische dennoch weiter eine außergewöhnliche Tatsache bleiben wird. Denn es ist nicht möglich, dass ein Fisch so eine makellose Fähigkeit auf eigenen Beschluss erlangt hat oder dieses sich aus Zufall entwickelt haben könnte. Wenn der Mensch, der über Verstand und Bewusstsein verfügt auf seinen eigenen Wunsch hin ein solches Organ entwickeln wollte, so würde er scheitern. Doch die Fische verfügen seit Millionen von Jahren über diese Eigenschaft. Kein Gedanke kann den unglaublichen Verstand, den die Tiere des Universums ihr gesamtes Leben über aufweisen erklären. Die einzige Erklärung ist die Existenz Allahs und Seiner Schöpfung. Allah hat alles im Universum erschaffen und allem eine ordentliche Form verliehen. Auch der erhabene Verstand, welchen die Lebewesen ihr gesamtes Leben über aufweisen, ist beständig von Allah inspiriert.
Ist nicht Allahs, was in den Himmeln und auf Erden ist? Er weiß, worauf ihr aus seid... (Sure an-Nur, 64)
Der große Verstand des Planktons
während der Migration
Das Wort Plankton stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „das Umherirrende“ oder „das Umhertreibende“. Daher bezeichnet es sowohl Pflanzen als auch Tiere, die im Ozean treiben. Einige Planktonarten sind so klein, dass sie mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind, andere, wie die große Seequalle, erreichen bis zu drei Metern.
Sowohl das pflanzliche als auch das tierische Plankton bewegt sich in zwei Richtungen, nämlich senkrecht und waagrecht. Die wichtigste Form der Wanderung ist dabei die senkrechte. Doch im Allgemeinen wird die Migration in beide Richtungen gleichzeitig betrieben. Der Grund für die Bewegung nach oben liegt in der Nahrungsaufnahme. Sie bewegen sich von auf- und abwärts, um Nahrung zu finden. Die pflanzlichen Planktonarten kontrollieren die Menge an Gas, Fett und Salz in ihrem Organismus um sich fortbewegen zu können. Wenn die Menge an Gas und Fett erhöht wird und der Salzgehalt reduziert, steigt der Organismus nach oben. Das Gegenteil tun sie, wenn sie nach unten absinken möchten. Das tierische Plankton schwimmt mit Hilfe seiner Beine, festen Härchen und Flossen. Die Migration des tierischen Planktons wird anhand des Zeitpunkts und der Paarungszeiten unterschieden. Man geht davon aus, dass der wichtigste Faktor, welcher die Migration kontrolliert, das Licht ist.
Wenn gegen Abend die Lichteinstrahlung abnimmt, bewegt sich das Plankton Richtung Oberfläche. Sie kehren zurück, wenn mit der Morgendämmerung die Lichteinstrahlung wieder zunimmt.42 Die Migration wird auch durch Futter und Feinde beeinflusst. Damit diese meist mikroskopisch kleinen Lebewesen den Zeitpunkt für ihre Wanderung bestimmen können, müssen sie die Gefahren und Vorteile, welche sie erwarten, vorab kennen und dementsprechende Maßnahmen treffen. Das bedeutet, dass sie über Denkfähigkeit verfügen müssen. Denn das pflanzliche Plankton, welches die Ernährungsgrundlage des tierischen Planktons darstellt, befindet sich an der Oberfläche, wo viel Sonnenlicht ist. Doch bei Tag kann das tierische Plankton von seinen Fressfeinden an der Oberfläche leichter ausgemacht werden und daher stellt es für sie eine Gefahr dar, tagsüber die Futterplätze aufzusuchen. Daher verbringt das tierische Plankton die Tage in der Tiefe und kommt in der Nacht zur Nahrungsaufnahme an die Oberfläche. Das bewusste Handeln, welches das Plankton in jeder Stufe aufweist, wie es sich bewegen muss, wann und in welche Richtung es sich bewegen wird, ist äußerst bemerkenswert. Sicherlich ist es der Herrscher aller Dinge, Allah, Der ihm dieses bewusste Verhalten beigebracht hat:
Allah - es gibt keine Gottheit außer Ihm, Dem Herrn des herrlichen Thrones. (Sure an-Naml, 26)
So rufe keinen anderen Gott neben Allah an. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Alle Dinge vergehen, außer Seinem Angesicht. Ihm gehört das Urteil, und zu Ihm kehrt ihr zurück. (Sure al-Qasas, 88)
Allah hat alle Lebewesen, vom Himmel bis zu den Meeren, mit Beweisen für seine Schöpfungskunst ausgestattet. Ein Mensch, der denken und begreifen kann, sieht diese Beweise ganz offensichtlich und achtet Allah so, wie es Ihm zusteht. Doch die Leugner übergehen die offensichtlichen und greifbaren Beweise und halten ihr Leugnen aufrecht. Denn egal welche Beweise sie auch sehen mögen, Allah hat uns im Quran mitgeteilt, dass sie ihren Unglauben fortsetzen werden.
… Obwohl sie jedes Zeichen (der Wahrheit) sehen, glauben sie nicht daran... (Sure al-An’am, 25)
Wunderbare Migration in den Ozeanen
Der Abenteuerclub: Aale
Die Sargasso See befindet sich südlich der Bermudas im Nordatlantik und verfügt über eine Strömung aus dem Nordatlantik und leichte Winde. Außerdem ist sie der Anfangs- und Endpunkt einer der längsten Seereisen Reise eines Süßwasserfisches, nämlich des Aals.
Die Reise der Aale ist eine der erstaunlichsten und unerklärlichsten. In den Flüssen und Bächen Europas und Nordamerikas leben rund 720 Aalarten. Millionen davon wurden in der Sargasso See geboren. Doch es wurde dort niemals ein erwachsener Aal gefangen. Denn kurz nach der Geburt verlassen die Aale diesen Ort und ziehen in Richtung der Flüsse in Europa und Amerika. Nach rund 15 Jahren erleben sie ihren Lebensabend und kehren zur Sargasso See zurück. Dort sterben sie, nachdem sie ihre Eier abgelegt haben. Die Jungen, die aus den Eiern schlüpfen, setzen die abenteuerliche Wanderschaft fort.43
Es gibt viele Aufmerksamkeit erregende Punkte bei diesem Abenteuer. Seit Jahren sucht die Wissenschaft nach Antworten auf folgende Fragen. Doch die bisherigen Ergebnisse sind weit davon entfernt, Antworten liefern zu können. Diese Tiere weisen eine Vielzahl von wunderbaren Verhaltensweisen während ihrer Wanderschaft auf: Die Fragen lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:
- Warum verlassen sie den Ort ihrer Geburt um Jahre später zum sterben erneut dorthin zurück zu kehren?
- Wie erreichen sie das unbekannte Meer von den Flüssen und Bächen aus, in denen sie sich befinden?
- Was im Fluss veranlasst den Aal seine tausende Kilometer lange, beschwerliche Reise anzutreten?
- Wie findet er die Sargasso See im endlosen Atlantik?
- Wie gelangen die neugeborenen Aale gegen den Strom vom Ozean in die Flüsse?
Diese Lebewesen beginnen ihre Reise von der Sargasso See aus. Für ihre rund 6000 Kilometer lange Reise gibt es niemand, der ihnen den Weg weisen könnte. Dennoch machen sie sich von der Sargasso See, die sich im Südwesten der Bermudas befindet auf und gelangen an die Flüsse in Europa und den USA, in denen ihre Eltern gelebt haben. An diesem Punkt hilft den kleinen Lebewesen die Strömung. Eine warme Strömung genannt Golfstrom hilft ihnen den direkten Weg nach Europa zu finden.44 Zuletzt erreichen sie die Flüsse, in denen sie ihr Leben verbringen werden. Nachdem sie hier ihr Leben verbracht haben, machen sie sich alle gleichzeitig, als hätten sich abgesprochen, auf in Richtung Sagasso See. Auf dieser Art wird der Kreislauf fortgesetzt.
Die 6-7 cm langen transparenten Aale schwimmen im Fluss und in den Mündungen entlang des Ufers gegen die Strömung. Der Zyklus der so genannten Glasaale, beginnt an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeitpunkten und dauert von Herbst bis Ende des Frühjahrs. Die Jungen Aale schwimmen mit einer erstaunlichen Widerstandskraft gegen die Strömung im Fluss an und überwinden kleinere Wasserfälle.45 Hier gibt es ein wichtiges Detail: Aale sind keine guten Schwimmer. Dennoch wandern die Aale durch die Tiefen des Ozeans über mehrere zehntausend Kilometer um sich fortzupflanzen und zu sterben. Aber warum? Warum suchen sich die Aale ausgerechnet die Sargasso See aus, wo es in der Nähe so viele andere Orte gäbe? Die Wissenschaft versucht nicht herauszufinden, warum die Aale auf Wanderschaft gehen, sondern warum sie einen so weit entfernten Zielort aussuchen. Es ist auch ziemlich erstaunlich, warum die frisch geschlüpften Aale nicht an ihrem Standort bleiben, sondern ausnahmslos die lange Reise hin zu den Gebieten antreten, in denen ihre Eltern gelebt hatten. Die Tatsache, dass zum Zeitpunkt ihrer Geburt kein erwachsenes Tier da ist, das ihnen den Weg zeigen könnte, weist darauf hin, dass die Jungtiere diese Information bereits vor ihrer Geburt erhalten haben müssen. Aber wer ist es dann, der einem ungeborenen Tier Informationen vermitteln kann?
Die Evolutionisten haben auf diese Fragen keine Antwort. Keine Verkettung von Zufällen könnte so eine mustergültige Organisation, so ein intelligentes und fehlerfreies Verhalten erklären. Wie auch das Beispiel des Aals gezeigt hat, gibt es auch für das Wunder der Migration nur eine einzige Erklärung. Allah hat diesen Tieren einen hohen Verstand offenbart und zeigt dadurch den Menschen die Beweise für die Schöpfung. Wenn man vorurteilsfrei darüber nachdenkt, reicht die Migration der Aale aus um an Allah zu glauben.
Allah verfügt über unendliche Weisheit. Er hat diese Lebewesen mit allen Eigenschaften ausgestattet, die sie brauchen werden, um sämtliche Schwierigkeiten, die ihr Leben ihnen bieten wird, zu meistern. Der Körperbau, die Aufgaben und die Umgebung sind genau aufeinander abgestimmt. So wie alle Systeme im Universum ist auch die Migration sehr kompliziert, doch gleichzeitig voller Weisheit und Ordnung. Allah informiert im Quran diejenigen, die einen Makel an Seiner Schöpfung suchen darüber, dass ihre Mühen vergebens sein werden:
Der sieben Himmel erschaffen hat, einen über dem anderen. Du erblickst in der Schöpfung des Erbarmers kein Missverhältnis. So schau dich von neuem um, ob du Mängel siehst! Dann lass den Blick ein weiteres Mal schweifen - jedes Mal wird dein Blick stumpf und matt zu dir zurückkehren. (Sure al-Mulk, 3-4)
Die kreisförmige Reise der Wale
Wale sind die größten Lebewesen, die heute auf Erden leben. Am größten sind die Blauwale mit 35 Metern Länge und 130 Tonnen Gewicht. Die kleinste Walart, die so genannten Pygmäen, sind sechs Meter lang und fünf Tonnen schwer. Diese Riesen werden in zwei Arten unterschieden: Wale, die sich von kleinen Fischen, Schalentieren und Plankton ernähren und dafür im Maul einen so genannten „Bartel“ (der Bartel ist aus einem ähnlichen Material gefertigt wie unsere Haare oder Fingernägel, wie Hufe oder Horn) haben werden als Bartelwale bezeichnet. Wale, die sich von verschiedenen Fischen, Meeresvögeln und Meeressäugetieren und anderen Warmblütern ernähren, werden als Zahnwale bezeichnet.
Die Migration der Wale besteht aus einer Kreisförmigen Reise von den tropischen Meeren bis zu den Polarmeeren. Die erstaunlichste Reise legen die Bartelwale zurück. Diese Walart vermehrt sich in den heißen tropischen oder gemäßigten Klimazonen. Für den Fortbestand der Art ist es ausgesprochen wichtig, dass die Jungen in warmen Gewässern auf die Welt kommen. Die Neugeborenen haben keinen schützenden Fettmantel unter der Haut. Würden die Jungen im Eismeer auf die Welt kommen, würden sie erfrieren und sterben. Daher ist es besonders weise, dass die Walfische für die Geburt die warmen tropischen Gewässer auswählen.
Die Jungtiere werden einige Monate lang gestillt. Weil die Muttermilch der Wale ausgesprochen reichhaltig an Fetten und Proteinen ist, wachsen die kleinen Wale ausgesprochen schnell und können die notwendige Fettschicht anlegen. Das ist für die jungen Tiere eine lebenswichtige Eigenschaft, denn im frostigen Polargewässer sind sie auf ihre Mutter und schnelles Kraftgewinnen angewiesen.
Nach der Geburt wandern die Wale Richtung Nordmeer um Nahrung zu finden. Bartelwale überleben bis zu vier Monate pro Jahr, ohne Nahrung aufzunehmen. Dabei verwenden sie die Fettreserven, die sie im Sommer angelegt haben. Bei der Reise von und zu den Fortpflanzungsgebieten können sie sogar selbst wenn sie trächtig sind oder die Jungen stillen, mehr als 7.000 Kilometer hinter sich bringen, ohne Nahrung aufnehmen zu müssen.46
Auch die Gebiete, welche sich die Wale als Futtergebiete aussuchen, die sich von pflanzlichem Plankton ernähren, sind interessant. So wie auf dem Land, ist auch das Leben im Meer an die Existenz von Pflanzen gebunden. Dank der Photosynthese gehen unorganische Stoffe mit organischen Stoffen eine Synthese ein. Das nahrhafte Wasser am Meeresgrund, das über Nitrate, Phosphate und Sulfate verfügt, wird von der Strömung Richtung Antarktis getrieben und steigt in der Nähe der Küsten an die Oberfläche, um mit der Meeresströmung Richtung Norden transportiert zu werden. In diesen Wassern, die reich an Nahrung sind, wächst auch das Plankton stärker. Daher enthält das Wasser der Antarktis rund 10-20 Mal mehr Plankton als die tropischen Meere. Als würden sie das wissen, ziehen die Wale in diese Gewässer.
Zahnwale migrieren nicht so weit wie Bartelwale. Einige leben in Flüssen, was ihren Bewegungsradius ebenfalls einschränkt.
Wissenschaftler, die sich mit den langen Reisen der Bartelwale zu ihren speziellen Fortpflanzungs- und Futterstellen beschäftigen, interessieren sich insbesondere für den Orientierungssinn der Tiere. Man geht davon aus, dass die Tiere sich anhand des Magnetfelds der Erde orientieren können. Es wird angenommen, dass in den Schichten in der Gehirnregion ein Magnetlager ist, das sie für diese Aufgabe nutzen. So können die Wale das Magnetfeld der Erde verwenden und erhalten auf einfache Art eine Karte und einen Zeitrahmen. Sie können ihre eigenen Position sehen und sich fortbewegen. Dabei können sie auch kleinste Veränderungen im Magnetfeld wahrnehmen.
Was wir bis hierher erklärt haben ist lediglich ein Glied in der Kette von Wundern. Allah weiß von Anfang an, welche Bedürfnisse die neugeborenen Jungen haben und was für einen Körperbau sie brauchen. Denn es ist Allah, Der das gesamte Universum einschließlich des Himmels und der Erde erschaffen hat und die Schöpfung aufrecht erhält. Sein Wissen umfasst alles.
Diese Tiere können nach der Geburt nicht wissen, wo sie Futter finden werden und wie sie diese Gebiete erreichen können. Die Perfektion des Körpers und der Verstand und die Organisation, die jedes einzelne Individuum aufweist, sind Beweise für die Schöpfung, die keinen Raum für Zweifel lassen. Jeder, der diese Informationen hört, kann sich vorstellen, dass sie kein Ergebnis des Zufalls sein können. Man könnte nicht behaupten, dass ein Tier über das nötige Bewusstsein und Verstand verfügt, um dieses Wissen zu erlangen. Denn selbst viele Menschen haben dieses Wissen womöglich erst dadurch erhalten, dass sie diese Zeilen hier lesen. Es ist sicherlich eine außergewöhnliche Tatsache, dass ein Wal über diese Informationen verfügt.
Während diejenigen, die dieses Wissen ehrlich überdenken an Allah glauben, leugnen diejenigen, die hochmütig sind, trotz dessen die offensichtliche Existenz Allahs. So verloren diese Menschen in dieser Welt sind, so verloren werden sie auch im Jenseits sein. Allah braucht nichts:
Zu Seinen Zeichen gehört auch die Schöpfung der Himmel und der Erde und aller Lebewesen, die Er in beiden verteilt hat. Er ist auch imstande, sie zu versammeln, wann immer Er will. (Sure asch-Schura, 29)
Die lange Wanderung
der Meeresschildkröten
Die Meeresschildkröten sind wegen ihres interessanten Lebensstils und ihrer langen Wanderung Meerestiere, die sehr Aufmerksamkeit erregen. Wenngleich es sich um eines der am häufigsten erforschten Tiere handelt, ist noch nicht ganz geklärt, wie sie es meistern, auf den langen Wegen ihren Weg so problemlos zu finden. Während ihrer Wanderung ziehen sie von den Futtergebieten zu den Brutgebieten.
Es gibt viele unterschiedliche Arten von Meeresschildkröten. Besonders interessant ist die Migration der Suppenschildkröte (Chelonia Mydas), die sich an den Stränden von Südamerika und Brasilien ernährt. Jedes Jahr wandern tausende dieser Schildkröten von den Stränden Brasiliens zu den Ascension Inseln im Atlantischen Ozean. Das ist eine Strecke von rund 2.300 Kilometern. Wenn man sich vor Augen hält, dass die Insel nur 11 km breit ist, wird noch offensichtlicher, über was für einen hervorragenden Orientierungssinn die Schildkröten verfügen. Bei einem Versuch, bei dem die Bewegung der Meeresschildkröten untersucht wurde, hat man die Strecke nach verfolgt, welche ein gekennzeichnetes weibliches Tier zurückgelegt hat. Ein erwachsenes Weibchen, das sein Zuhause in Nord Queensland hatte, wurde mit dem Code X38756 versehen. Sieben Jahr und acht Monate lang war sie nirgendwo sichtbar, bis sie im Jahr 1989 im 2.543 km entfernten Golf von Carpentaria in den Paarungsgebieten wieder auftauchte. Nach achtzig Tagen war sie wieder an ihren eigenen Strand und legte ihre Eier. Untersuchungen an den Eiern des Tieres haben gezeigt, dass das Weibchen sich in den verstrichenen acht Jahren nicht fortgepflanzt hat.
In dieser Zeit hat die Schildkröte mindestens 5.100 km Weg hinter sich gebracht. Das bedeutet, dass wenn sie an dem Tag aufgegriffen wurde, an dem sie ihre Reise angetreten hat, sie pro Tag 32 Kilometer hinter sich gebracht hat, um zu ihrem Paarungsort zu gelangen. Um den Golf von Carpenatiria zu überqueren hat sie sich erst Richtung Nordosten gewendet, dann hat sie die Meerenge von Torres durchquert und sich allgemein südlich gehalten und muss unterschiedlichen Strömungen ausgesetzt, mal schwamm sie mit den Strom, mal dagegen. Hätte die Schildkröte ihre Strecke zufällig gewählt, hätte sie diese nicht in so kurzer Zeit bewerkstelligen können.47
Diese zweck- und zielgerichtete Reise wirft eine sehr dringende Frage auf.
Damit die Schildkröten ihren Migrationszyklus abschließen können, müssen sie die Karten ihrer vorhergehenden Reisen und die Ortungsinformationen in ihrem Gedächtnis abspeichern. Wie speichern sie diese Informationen? Die Perfektion dieser Organisation im Gedächtnis der Schildkröte zu suchen, ist sicher keine Erklärung, die mit Verstand und Logik einhergeht. Die Fähigkeiten, über welche diese Tiere verfügen sind ein Beweis, dass sie erschaffen wurden.
Die Schildkröten, die auf so wundersame Art und Weise ihre Fortpflanzungsgebiete erreichen, paaren sich in der Nähe. Doch die Weibchen verwenden das erhaltene Sperma nicht, sie lagern es und begeben sich an den rund 100 km weit entfernten Brutstrand. Hier befruchten sie ihre Eier mit dem eingelagerten Sperma. Die Brutzeit der Schildkröte beträgt zwei Wochen und nach dieser Zeit begibt sich das Weibchen an den Brutstrand und legt rund 120 Eier. Diesen Vorgang führt sie während einer Saison rund 10 Mal aus. Während der Paarungs- und Fortpflanzungszeit halten sie sich im Meer in der Nähe auf und kehren nach dem Eierlegen zurück zu den Futterorten, ohne abzuwarten, dass die Jungen aus ihren Eiern schlüpfen. Während die sich die Schildkröte in den Fortpflanzungsgebieten aufhält, nimmt sie weniger Nahrung zu sich und sichert ihr Überleben durch die eingelagerten Fettreserven.
Wie kann die Schildkröte tauende Kilometer Weg hinter
sich bringen und Jahre später denselben Ort wieder finden?
Ein Weibchen setzt normalerweise nach der Fortpflanzung ein Jahr aus. Bei vielen Arten vergehen zwei bis acht Jahre, bis sie sich wieder fortpflanzen. Doch wenn sich eine Schildkröte erneut fortpflanzen möchte, sucht sie wieder die rund 2.300 Kilometer weit entfernten Brutplätze auf, an denen sie sich zuvor fortgepflanzt hat. Dass sie diesen so viele tausend Kilometer weit entfernten Brutplatz sofort wieder finden, ist eines der größten Wunder in Bezug auf die Schildkrötenwanderung.
Die Eier, die am Strand gelegt wurden, schlüpfen nach sieben bis 13 Wochen. Auch hier vollzieht sich ein großes Wunder. Anders als die Menschen verfügen die Schildkröten nicht über ein geschlechtsspezifisches Chromosom. Das Geschlecht wird durch die Nestwärme festgelegt und zwar während der Brutzeit. Aus warmen Nestern schlüpfen nur Weibchen, aus kalten nur Männchen.
Es ist offensichtlich, dass die Schildkröten von dem Moment an, in dem sie ihre Augen öffnen, der Inspiration Allahs folgen: Die kleinen Individuen wissen sobald sie geschlüpft sind genau, wie sie sich verhalten müssen, ohne dass ihnen jemand das zeigen könnte oder sie von den Erfahrungen anderer profitieren könnten. Nach dem Schlüpfen machen sie sich nicht sofort auf in Richtung Meer, sie warten bis zum Abend. So sind sie zum einen vor der sengenden Hitze der Sonne geschützt, als auch vor den Gefahren die im Sand lauern können. Wenn es Abend wird, machen sie sich auf in Richtung Meer. Der Grund hierfür ist noch nicht ganz geklärt, aber es wird davon ausgegangen, dass die Schildkröten über ein lichtempfindliches System verfügen. Das Meer ist immer strahlender als das Land und es ist möglich, dass sich die kleinen Tiere in Richtung dieses Strahlens bewegen.
Auf diese Weise erreichen die Jungen das Meer. Jetzt beginnt für sie eine gefährliche Reise. Einige Jungtiere werden am Strand zur Beute von Krebsen und Vögeln. Sobald sie das Wasser erreicht haben, stehen sie unter einem noch größeren Risiko. Die kleinen Schildkröten schwimmen ins offene Meer hinaus und während sie die seichten Gewässer durchqueren werden sie zum Futter für Fische oder Haie. Nachdem sie einige Tage ohne Pause geschwommen sind beginnen sie sich zu erholen und sich von Plankton zu ernähren. Die Jungen nisten sich am Grund des Ozeans in den nahrungsreichen Gebieten ein und bleiben dort für Jahrzehnte, bis sie ausgewachsen sind. Wenn sie das Erwachsenenalter erreicht haben und die Zeit für die Fortpflanzung gekommen ist, machen sie sich auf erstaunliche Art und Weise zu ihrem Geburtsort auf den Weg.
Meeresschildkröten bleiben von Geburt an alleine und bilden kaum Beziehungen zu ihren Artgenossen auf. Daher ist es keine andere Schildkröte, die ihnen sagt, wann sie wohin wandern muss, wie sie sich ernähren muss und wo sich die Futter- oder Fortpflanzungsplätze befinden. Woher erhält dann eine frisch geschlüpfte Schildkröte diese Informationen?
Wie wir bereits zuvor festgestellt haben, ist es der allmächtige Allah, Der alle Bedürfnisse aller Lebewesen bereits vor deren Geburt kennt und Der ihnen ihr Leben lang beibringt, was sie tun müssen.
Schildkröten verbringen den größten Teil ihres Lebens alleine. Doch das stellt für sie keinen Mangel dar, denn sie sind so erschaffen, dass sie auf diese Art und Weise leben können. Sie haben außerordentliche Fähigkeiten, mit denen sie die Anhaltspunkte in der Umgebung wahrnehmen können. Sie haben einen ausgezeichneten Geruchssinn und gute Augen. Wenngleich sie keine Ohrmuscheln haben, können sie besser hören als der Mensch und auch Geräusche mit niedriger Frequenz wahrnehmen.
Alle diese komplexen Systeme sind ein Beweis für Allah, Der alles weiß und sie erschaffen hat. Er hat sie dergestalt erschaffen, dass Er sie mit allen notwendigen Besonderheiten ausgestattet hat, die sie für das Leben alleine brauchen. Der Mensch, der darüber nachdenkt wird einmal mehr Zeuge von Allahs unendlicher Macht und wird in diesem Bewusstsein dem Höchsten gegenüber verantwortlich handeln. Allah hat im Quran mitgeteilt, dass Er denen, die dem zuwider handeln, Feuer in ihre Behausungen schicken wird:
Im Wechsel der Nacht und des Tages und in allem, was Allah in den Himmeln und auf der Erde erschaffen hat, sind wahrlich Zeichen für gottesfürchtige Leute. Doch diejenigen, welche nicht erwarten, Uns zu begegnen, und die mit dem irdischen Leben zufrieden sind und sich darin aufgehoben fühlen und Unsere Botschaft nicht beachten - Ihre Herberge ist das Feuer, wegen dessen, was sie getan haben. (Sure Yunus, 6-8)
Es ist nicht ganz geklärt, wie genau
die Schildkröten ihren Weg finden...
Schildkröten finden nachdem sie Jahrzehnte lang im Ozean waren nicht nur ihren Geburtsort wieder, sondern auch ihre Futterplätze und ihr Zuhause. Darüber wurde viel geforscht, allerdings kam man zu keinem Ergebnis. Das einzige, was bekannt ist, ist dass diese Tiere einen enormen Verstand aufweisen und jedes Mal ihren Weg finden.
Es wurden viele Meinungen zu diesem Thema gebildet, doch keine ist befriedigend. Einige glauben, dass die Schildkröten den Spuren ihrer Artgenossen am Strand entlang folgen und deren Geruch folgen, andere meinem, dass die Tiere ihren Zielort dadurch erreichen, dass sie die Veränderungen im Magnetfeld der Erde wahrnehmen.
Wir wollen uns mal diese Möglichkeiten vor Augen führen und uns vorstellen, dass ein Mensch über dieselben Fähigkeiten verfügen würde, wie die Schildkröte. An diesem Vergleich können wir erneut feststellen, was für eine schwere Aufgabe die Tiere meistern: Sie gehen das erste Mal in ihrem Leben an einen bestimmten Ort. Dort bestehen die Bedingungen, die sie für ihr Leben und Überleben brauchen. Doch wie auch immer, sie haben dorthin gefunden, ohne sich auch nur ein einziges Mal zu verirren. Dann haben Sie sich erneut auf den Weg gemacht und mehrere Tausend Kilometer später erneut einen Ort gefunden, der ihren Bedürfnissen entspricht und zu dem Sie ebenfalls zum ersten Mal in ihrem Leben kommen. Bevor Sie sich auf den Weg machen, haben Sie sich überlegt, dass Sie womöglich zurückkehren werden und sich daher die Besonderheiten des Ortes eingeprägt. Den Geruch, die Form der Umgebung, das Magnetfeld der Region, jedes einzelne Detail speichern sie in ihrem Gehirn. Nach einer viele Kilometer langen Reise rufen sie die gespeicherten Informationen wieder ab. Während Sie all dies tun verfügen Sie natürlich über ein Körpersystem, das sowohl über einen Kompass verfügt als auch ihr Leben lang misst, welche Besonderheiten ihr Lebensraum aufweisen muss.
Ohne die Verwendung von Technologie wäre es keinem Menschen möglich, dies alles zu meistern. Daher wäre es absurd, dass die Meeresschildkröten dies aus eigenem Verstand und Fähigkeiten könnten.
Denn obwohl seit über 30 Jahren danach geforscht wurde, konnte noch nicht festgestellt werden, mit welchem Mechanismus die Meeresschildkröten den Weg ihrer Reise bestimmen. Doch auch wenn man herausfinden sollte, dank welchen Systems sie diese Aufgabe meistern, ist es offensichtlich, dass sie dieses nicht selber entwickelt haben können. Es ist der Schöpfer des Universums, Allah, Der Seinen Verstand in alle Ecken und Enden offenbart. Allah kann von Seinem endlosen Verstand so viel weitergeben, wie Er das wünscht. Diejenigen, die Allah leugnen, können noch Millionen von Jahren weiter forschen, doch sie werden keine andere Erklärung finden. Dass es keinen Gott gibt außer Allah wird uns im Quran mitgeteilt:
Euer Gott ist fürwahr Allah, außer Dem es keinen Gott gibt. Er umfasst alle Dinge mit Seinem Wissen. (Sure Ta Ha, 98)
Die Reise der Lachse gegen den Strom
Gegen den Strom schwimmen, drei Meter hohe Wasserfälle überwinden, dem Risiko gegen Felsen zu prallen ausgesetzt sein, mal im salzigen Meerwasser, mal im Süßwasser leben… Das sind nur einige der Details, welche die Lachse während ihrer Reise zu den Brutplätzen auf sich nehmen.
Die Wanderung der Lachse ist eine der erstaunlichsten im Tierreich. Eine der größten Besonderheiten der Lachse, die in den westlichen Gewässern Nordamerikas leben besteht darin, dass sie auf ihrer Reise Flüsse und Täler überqueren. Das Lachsweibchen laicht ihre Eier in flache Fließgewässer. Die Jungen, die aus den Eiern schlüpfen, ernähren sich von Nahrungssäckchen, die sie fertig vorfinden. Innerhalb von wenigen Wochen sind sie in der Lage, sich selber ihre Nahrung in dem fließenden Gewässer zu suchen. Rund ein Jahr verbringen sie dort.
Tausende Lachse machen sich gleichzeitig auf den Weg entlang des Flussbetts. Diese Reise dauert mehrere Wochen und hat den Pazifischen Ozean zum Ziel.
Eine der Besonderheiten der Lachse besteht darin, dass sie sowohl im Salz- als auch im Süßwasser überleben können. Sobald sie den Ozean erreicht haben, verändert sich der Körper der Lachse und sie können im Salzwasser leben. Während der folgenden ein bis vier Jahre legen sie im Meer enorme Strecken zurück. Am Ende dieser Reise sind die Tiere ausgewachsen und sie sind bereit für die letzte schwere Reise in ihrem Leben. Sie sind bereit nach Hause, also dahin zurück zu kehren, wo sie einst geboren wurden.
Sie beginnen den Fluss, den sie Jahre zuvor verlassen haben, gegen den Strom entlang zu schwimmen. Kein Hindernis kann sie dabei aufhalten. Sogar Wasserfälle können sie überwinden, indem sie mit großer Geschwindigkeit hinauf springen. Bis zu drei Meter hohe Hindernisse können sie überspringen. Sie setzen ihren Weg fort, ohne auf die Wunden an ihrem Körper zu achten. Und letztendlich erreichen sie das Flussbett, in dem sie Jahre zuvor geboren worden waren und laichen dort ihre Eier. Nachdem sie ihre Aufgabe erfüllt haben, sterben die Lachse.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch ohne fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen und ohne Hilfsmittel zur Richtungsweisung zu verwenden direkt zu einem Ort gehen könnte, der tausende Kilometer entfernt ist und dass diese Person innerhalb einer bestimmten Frist tatsächlich denselben Weg finden könnte, den er nur ein Mal zuvor genommen hat, ist ziemlich gering. Doch die Lachse haben diese Fähigkeit, die ein Mensch niemals haben könnte, von Geburt an. Es ist offensichtlich, dass Lachse diese Möglichkeit nicht aus eigener Kraft entwickelt haben können und dass diese Fischart auch seine großartigen Fähigkeiten nicht einer Reihe von Zufällen verdanken kann.
Um die Perfektion der Lachswanderung genauer verstehen zu können, wollen wir uns vor Augen führen, was dieser Fisch auf seiner Reise den Fluss entlang bis zu seinem Ziel alles beachten muss:
Zuerst muss der Fisch einige wichtige Entscheidungen in Bezug auf seine Route fällen. Der Fisch kam mitten auf dem Festland, irgendwo in einem Bach auf die Welt. Flüsse können sich in verschiedene Arme verzweigen. Daher muss der Lachs die richtige Abzweigung finden, die zu dem Bach gehört, aus welchem er stammt. Denn Lachse finden einen Weg, den sie nur ein Mal im Leben genommen haben, ohne Problem wieder. Jedes Mal wissen sie, welches der Zweig ist, der sie zu ihrem Geburtsort zurückbringen wird.
Doch es gibt ein noch viel erstaunlicheres Detail in Bezug auf die Lachswanderung. Während seiner Wanderung strengt sich der Fisch sehr an und verbraucht viel Kraft. Aber dennoch nimmt er keinerlei Nahrung zu sich. Denn die Energie, die er für die beschwerliche Reise braucht, hat er zuvor eingelagert. Außerdem hat er genau berechnet, wie viel er einlagern muss und den Brennstoff ganz genau bemessen.
Wenn man die Lachswanderung untersucht, muss man auch den Salzgehalt im Meer und in den Fließgewässern, die Wassertemperatur und andere Besonderheiten im Auge behalten. Hier wird folgende Tatsache offensichtlich: Die Lachse sind so ausgestattet, dass sie sowohl im Meer als auch im Fließgewässer perfekt angepasst sind.
Trotz aller Schwierigkeiten meistern die Lachse ihre Wanderung. Sie kehren an ihren Geburtsort zurück und legen ihre Eier. Seit Millionen von Jahren vollziehen Generationen von Lachsen ihre wundersame Reise.
Alle Lachse, die seit Millionen von Jahren gelebt haben, haben diese unmöglich erscheinende Aufgabe gemeistert. Wie und warum?
Forschungen haben gezeigt, dass die Lachse einen speziellen Sinn haben, der ihnen bei der Durchführung der Wanderung hilft. Damit die Lachse sich im Ozean orientieren können, wurden sie mit einem natürlichen Kompass erschaffen, der das Magnetfeld der Erde wahrnimmt. Daher finden sie ihre Richtung ohne einen Fehler zu machen in den riesigen Gewässern des Pazifiks. Doch die eigentliche Frage besteht darin, wie die Lachse ihr Geburtsgewässer wieder finden, denn dazu bedarf es weit mehr als nur eines Kompasses.
Forschungsergebnisse belegen, dass die Lachse über einen der feinsten Geruchssinne aller Lebewesen verfügen. Jedes Fließgewässer auf der Welt hat seine spezielle chemische Zusammensetzung. Die Lachse finden ihren Geburtsort wieder, indem sie „der Geruchsspur folgen“.48
Ein Beispiel für die unglaubliche
Reise der Lachse
Man würde nicht vermuten, dass Fließgewässer einen eigenen Geruch haben. Doch jedes Fließgewässer auf der Welt hat seine spezielle chemische Zusammensetzung. Die Unterschiede in der Zusammensetzung sind normalerweise so gering, dass kaum ein Lebewesen sie wahrnehmen könnte.
Außer den Lachsen…
Eines der interessanten Ereignisse in Bezug auf den Ortungssinn der Lachse wurde auf der Prairie Creek Fischfarm in Nordkalifornien beobachtet. Auf dieser Farm wurde ein unglaubliches Abenteuer der Wanderung entdeckt.49
Am 2. Dezember 1964 wurde in einem Fischbecken der Farm zwischen hunderten von Jungtieren ein ausgewachsener Lachs entdeckt. Auf der Rückenflosse des Fisches befand sich der Markierungschip der Prairie Creek Fischfarm. Das hat gezeigt, dass es sich bei diesem Tier um eines von denen Handeln musste, die zwei Jahre zuvor im Ozean ausgesetzt worden waren. Doch wie konnte der Fisch aus dem Ozean zurückkehren und in den geschlossenen Tank der Fischfarm hineingelangen?
Ein Detail der Farm gab die Antwort: Das Metallgitter am Verschluss des Überlaufs des Beckens war zerbrochen. Könnte es möglich sein, dass der Fisch in der Absicht seinen Geburtsort zu erreichen in den Wasserkanal der Farm gelangt ist und später dann dieses Gitter zerbrach, um in den Tank zu gelangen?
Es gibt keine andere Erklärung für dieses Ereignis. Doch wenn man sich die Strecke vor Augen hält, welche der Fisch auf seiner Wanderung vom Ozean bis zur Farm zurückgelegt haben muss, so scheint dies unmöglich.
Um zu der Farm, auf der er geboren worden war, zurück zu kehren, musste er seine Reise dort antreten, wo der Redwood Creek in den Ozean mündet. Nach fünf Kilometer schwimmen gegen den Strom muss er an die erste Gabelung gelangt sein. An dieser Kreuzung entschied er sich für den richtigen Weg und wandte sich gen Norden, doch nach kurzer Zeit muss er an eine noch schwierigere Kreuzung gelangt sein. Denn hier befinden sich für den Lachs sehr ähnliche Signale. Die Lachsfarm befindet sich genau in der Mitte der Gabelung. Die erste Lösung, die einem einfallen könnte besteht darin, dass der Lachs sich nach rechts gewendet hat, da das Wasser der Farm hier floss.
Doch warum auch immer entschied er sich dafür den linken Weg einzuschlagen und näherte sich der Farm von hinten.
Der Grund für dieses erstaunliche Verhalten bestand darin, dass der Weg unter der Autobahn durchführte. Unter der Autobahn befand sich ein Kanal, über welchen das überschüssige Wasser der Farm abgeleitet wurde. Normalerweise kommt aus diesem Kanal nur sehr wenig Wasser und es versickert im Boden, bevor es den Fluss erreicht. Doch in diesem Jahr hatte es stark geregnet…
Aufgrund des Regens erreichte das Wasser aus dem Kanal den Fluss. Dieser flache Lauf war ausreichend, um dem Lachs den rechten Weg zu zeigen.
Der Lachs muss dem bekannten Geruch und dem Wasserkanal gefolgt sein. In dem nur 5-10 cm tiefen Wasser muss er halb geschwommen, halb gekrochen sein.
Später hat er im Tunnel seinen Weg durch das verwirrende System von Rohren gefunden. Wenn er dies schafft, so muss er doch an dem Gitter gescheitert sein.
Er hätte in den Betonrohren fest hängen müssen, die unter der Farm entlang verlegt waren.
Doch der Lachs gab nicht auf. Er fand das 12 cm breite Rohr, welches den Kanal mit dem Becken verbunden hat und schwamm das Rohr entlang, bis er an ein letztes Hindernis stieß: Den Rost am Ende des Rohres. Dieses Hindernis konnte er mit einem harten Kopfstoß überwinden…
Nach dieser unglaublichen Reise erreichte er das kleine Becken, in dem er zwei Jahre zuvor geboren worden war.
Den Mitarbeitern auf der Fischfarm kam eine Idee, nachdem sie die Route berechnet hatten. Gibt es wohl andere Lachse, die ebenfalls in ihre Heimat zurückkehren? Sie nahmen die Holzvertäfelung ab und schauten in den Kanal darunter. Und waren erstaunt:
Im Inneren des Kanals befanden sich 70 Lachse, die den Metallchip der Lachsfarm trugen.
Diese außergewöhnliche Geschichte der Lachse bietet uns wichtige Beweise über die Schöpfung.
Jede einzelne Stufe der Reise des Fisches ist auf das genaueste berechnet.
Insbesondere, dass es ein „Programm“ gibt, das dem Lachs befiehlt nach Jahren in das Flussbett zurückzukehren, in dem er geboren worden war, ist ein großes Wunder.
Außerdem ist es sicher kein Zufall, dass das Tier einen natürlichen Kompass hat, der ihm den Weg im riesigen Ozean weist und er auch über den feinsten Geruchssinn auf der Welt verfügt.
All dies beweist, dass der Lachs speziell für seine Wanderung erschaffen wurde.
Diese Reise der Lachse kann nur dank einem System verwirklicht werden, das auf jeder Stufe sorgfältige Berechnungen anstellt.
1) Es muss ein „Programm“ existieren, das befielt, dass der Fisch gleich nach seiner Geburt zum Meer schwimmt, dort mehrere Jahre verbringt und dann zu seinem Geburtsort zurückkehrt. Das alleine ist schon ein großes Wunder. Darüber hinaus muss der Fisch:
2) Genetische Informationen haben, die es ihm ermöglichen seinen Körper von Süßwasser auf Salzwasser umzustellen,
3) einen natürlichen Kompass haben, der ihm die Orientierung im riesigen Ozean ermöglicht,
4) Einen ausgesprochen guten Geruchssinn haben, der es ihm ermöglicht seinen Geburtsort anhand des Geruches wieder zu erkennen.
Zweifelsfrei ist jedes einzelne dieser Systeme, über welches diese Fische verfügen, ausreichend, um die Behauptung des „Zufalls“, wie sie die Evolutionisten aufstellen, zum Einsturz zu bringen. Die Wanderung des Lachses ist ein Wunder, das einem Plan und Schöpfung folgt und sich mit dem Wort „Zufall“ nicht umschreiben lässt.
Es ist der höchste Allah, Der den Lachs samt aller seiner Eigenschaften erschaffen hat, der Schöpfer allen Seins. Ein Vers erklärt dies folgendermaßen:
Sein ist, was in den Himmeln und auf Erden ist. Und wer bei Ihm ist, ist nicht zu stolz, Ihm zu dienen, und wird dessen nicht müde. (Sure al-Anbiya, 19)
MIGRATION AUF DEM LANDWEG
Die größten Landtiere, die aus Wanderschaft gehen, sind die Elefanten. Ein ausgewachsener Elefant ist zirka zwei bis sieben Tonnen schwer. Die kleinsten Landtiere, die auf Wanderschaft gehen, sind die Beldung-Zisel, die nur zwei Monate alt sind und 125 Gramm auf die Waage bringen. Während ein Teil dieser so unterschiedlichen Kreaturen auf Wanderschaft geht um Futter oder einen besseren Lebensraum zu finden, ziehen andere aus Gründen los, die nicht bekannt sind.
Elefanten
Erwachsene Elefanten bringen ein Gewicht von bis zu sieben Tonnen auf die Waage und haben dementsprechend auch einen sehr hohen Bedarf an Nahrung. Ein Elefant konsumiert pro Tag zwischen 75-150 Kilo Nahrung und trinkt 150-300 Liter Wasser. Diese Menge macht deutlich, wie reich die Nahrungsgebiete der Elefanten, die in Herden leben, sein müssen. Daher verbringen Elefanten ihr gesamtes Leben auf Reisen, die sie viele Kilometer weit treiben. Um neue Futtergründe zu finden.
Elefanten ernähren sich von Blättern, Baumrinde, Früchten, Gräsern und Pflanzen. Sie verbringen 70-90% des Tages damit Nahrung aufzunehmen oder nach Nahrung zu suchen. Die übrige Zeit des Tages verbringen sie mit baden, trinken, ausruhen oder schlafen. Bevor sie sich erneut in Bewegung setzen verbleiben sie für gewöhnlich einige Tage an einem Ort. Es ist wichtig, dass diese Frist nicht sehr lange ist, denn wenn sie sich nicht weiter fort bewegen würden, würde die Flora an diesem Ort komplett zerstört werden.
Heute kommen Elefanten vor allem in Ostafrika, aber auch den anderen afrikanischen Ländern, dem Fernen Osten und Sri Lanka vor. Die Wanderung zu neuen Futterplätzen nehmen sie vor allem bei Dürre auf. Daher kann man bei Trockenheit mehr Elefantenherden begegnen. Die Regenzeit ist für die Fortpflanzung der Elefanten geeignet. Die Paarung und Geburt findet in dieser Jahreszeit statt. Die Tragzeit der Elefanten beträgt 22 Monate. Das ist die längste Tragzeit aller Landsäuger. Daher fallen Empfängnis und Geburt auf dieselben Wetterbedingungen. Die Jungen werden zu einem Zeitpunkt geboren, zu dem reichlich Futter vorhanden ist.50 Dieses perfekte Timing für ihre Geburt ist erstaunlich. Dass die Elefanten auf der Suche nach neuen Futterplätzen in regenreiche Gebiete ziehen, ist ein erstaunliches Wunder und beinhaltet viele Geheimnisse. Wie sie die Richtung bestimmen, wann sie den Zeitpunkt und das Wohin festlegen und wie sie untereinander Kommunizieren konnte trotz aller Forschung bis heute nicht geklärt werden.
Von den Forschungsergebnissen ausgehend, scheinen die Elefanten sich nach der Sonne, den Sternen, dem Mond, sowie Bergen und Flüssen zu orientieren. Außerdem wohl auch von der Länge der Tage, der Wärme, dem Wind, der Feuchtigkeit und anderen klimatischen Veränderungen. Doch bis heute konnte an ihrem Körper kein Organ oder System festgestellt werden, was ihnen dies ermöglichen würde, daher handelt es sich ausschließlich um Thesen. Es ist auch möglich, dass die Elefanten einen sehr feinen Geruchssinn haben und ihre Haut so sensibel ist, dass sie die Windrichtung spüren kann und dies eine Rolle für die Wanderbewegung spielt.
Alle diese Annahmen und Schlussfolgerungen kommen an einem gemeinsamen Punkt zusammen. Diese Tiere müssen über die Fähigkeit verfügen, ihre eigene Position anhand der Himmelskörper feststellen zu können und ihre Richtung zu bestimmen, sie müssen Informationen sammeln und diese auswerten können. Professionelle Routenplaner brauchen eine jahrelange wissenschaftliche Ausbildung in Mathematik und Physik, während die Elefanten ganz ohne die Hilfe von Karten, Chronometern, Kompassen, Landkarten oder Grafiken ihren Weg finden können.
Einzig und allein diese Eigenschaft reicht aus, dass diese Tiere einen Beweis darstellen, das sie von einem Schöpfer erschaffen wurden, der ihnen alles, was sie benötigen zur Verfügung gestellt hat. Dieser Schöpfer ist der Herr über den Himmel und die Erde und alles, was dazwischen ist, Allah. Allahs Macht ist einzigartig und unbegrenzt. Diese Tatsache verstehen und dementsprechend ein Leben zu führen, wie Allah es befielt, ist die höchste Pflicht eines jeden Menschen:
O ihr Menschen! Dienet euerem Herrn, Der euch und die früheren Menschen erschaffen hat; vielleicht fürchtet ihr Ihn, Der euch die Erde zu einem Bett gemacht und den Himmel darüber erbaut hat, und vom Himmel Wasser herniedersandte und damit Früchte hervorbrachte zu euerer Nahrung. Stellt ihm daher keine Götter zur Seite, wo ihr es doch (besser) wisst. (Sure al-Baqara, 21-22)
Das nordamerikanische Rentier
Das nordamerikanische Rentier legt mit die längste Strecke aller Landtiere auf seinen Wanderungen zurück. Wenngleich ihr Lebensraum sehr strenge Winter hat, sind sie sehr gute Läufer. Die Satellitenverfolgung eines Rentierstamms bestehend aus zehn Weibchen hat gezeigt, dass sie eine Strecke von 4.350 Kilometern zurückgelegt haben, von den Überwinterungsplätzen im Wald bis hin zu den Tiefebenen am Ufer. Ein Rentier aus dieser Herde hat mit einem Weg von 5.055 Kilometern Länge die längste Strecke zurückgelegt, die jemals bei einem Landsäugetier gemessen wurde.51
Der Zweck der Wanderung ändert sich bei Rentieren entsprechend der Jahreszeit. Im Frühling wandern sie von den Überwinterungsgebieten zu den Orten, wo sie ihre Jungen aufziehen. Die trächtigen Weibchen treten ihre Wanderschaft an, während der Boden noch schneebedeckt ist und auch wenn sie ihr Ziel erreicht haben, ist der Boden noch nicht getaut. Diese Gegend muss für sie attraktiv sein, da sie nach der Geburt der Jungen Nahrung bietet. Sie bringen ihre Jungen zur Welt, während Baumwollblüten und andere Pflanzen in großen Mengen zur Verfügung stehen und verbleiben dort ungefähr 7-10 Tage, um Nahrung aufzunehmen.
Es ist noch nicht genau geklärt, welche Zeichen der Umwelt diese Tiere verwenden, um ihre Wanderschaft anzutreten. Aber es wurde festgestellt, dass die trächtigen Weibchen auf jeden Fall den Zeitpunkt so einrichten, dass sie an einem geeigneten Ort sind, wenn die Jungen zur Welt kommen. Beobachtungen haben gezeigt, dass eine Gruppe trächtiger Weibchen aufgrund des tiefen Schnees ihre Reise verschoben hat, jedoch später pro Tag 40 km mehr zurücklegte und dadurch gleichzeitig mit den übrigen Rentiere, die ihren Weg einen Monat zuvor gestartet hatten jedoch nur sechs Kilometer Weg pro Tag geschafft hatten, ankamen. Das ist sicherlich ein Zeichen von Bewusstheit, das erstaunlich ist. Allah hat diesen Tieren die Inspiration geschenkt, dass sie egal unter welchen Bedingungen zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein sollen. Anderenfalls wäre es nicht möglich, dass ein Tier sich ausrechnen kann, wie weit das Gebiet, in dem es werfen wird entfernt ist, wie viele Tage bis zur Geburt verbleiben und dementsprechend wie viele Kilometer es am Tag zurücklegen muss. Kein Rentier verfügt über eine solche Denkfähigkeit.
Für den Beginn der Wanderung warten sie ab, dass die Umstände so geschaffen sind, dass sie gut laufen können. Der beste Zeitpunkt ist dann gekommen, wenn feuchter Schnee die offenen Täler, zugefrorenen Seen und bedeckt. Je tiefer der Schnee ist, desto mehr Energie müssen sie aufbringen. Durch den Tiefschnee waten sie in einer Schlange, den Anfang bildet meist ein ausgewachsenes Weibchen. So treten sie den Schnee fest und die nachfolgenden Tiere müssen weniger Energie verwenden um voran zu kommen. Nach einige hundert Metern übernimmt ein anderes Rentier die Führung.52 Dahinter verbirgt sich eine intelligente Organisation. Man könnte nicht behaupten, dass die Rentiere dies aus freiem Willen tun, aufgrund von Opferbereitschaft oder dass sie sich untereinander bewusst verständigen und einen Beschluss fassen. Kein Tier kann eine Methode entwickeln, mit der es sich das gedanklich erarbeiten und später den anderen Tieren erklären könnte. Doch diese Tiere verhalten sich vom Moment ihrer Geburt an so. Das bedeutet, dass jemand ihnen dieses Verhalten beigebracht haben muss und das ist war der erhabene Schöpfer, Allah, Der dies allen Rentieren beigebracht hat.
Rentiere, die den Nährwert
von Pflanzen berechnen
Wir haben bereits zuvor festgestellt, dass Rentiere beständig in Bewegung sind. Der Grund für dieses rastlose Verhalten ist ihre Suche nach Futter. Ihre Ernährungsgrundlage stellt leicht verdauliches Moos dar. Doch Moos wächst sehr langsam. Die Überwinterungsgebiete der Rentiere sind meist Orte, die viel Moos haben und wo wenig Schnee liegt und sie die Nahrung daher leicht erreichen können. Im Winter ziehen sie zu Gebieten, die über diese Eigenschaft verfügen. Weil sie ihre Jungen mit Milch großziehen, müssen sie im Sommer mehr Proteine und Mineralien zu sich nehmen. Im Moos befinden sich wenige dieser Proteine und Mineralien. Die Eigenschaften der Nahrung variieren entsprechend der Höhe, Breite und der Bodenbeschaffenheit. Pflanzen auf Hochebenen haben sowohl viele Proteine und Mineralstoffe, sie sind aber auch leicht verdaulich. Doch das gilt nicht für jede Jahreszeit, sondern nur im Sommer. Als würde das Rentier dies wissen, begibt es zu Beginn des Sommers in diese Regionen.
Mit Fortschreiten des Sommers verringert sich der Nährwert der Pflanzen. Wenn die Temperaturen sinken und der Boden mit Schnee bedeckt ist, ist Moos wieder die beste Nahrungsquelle und daher ziehen sie wieder zu den Überwinterungsplätzen. Diese Tiere können auf Fragen wie in welcher Höhe sich welche Pflanzen wann wachsen, welche Pflanzen welchen Inhalt haben und nach welcher Nahrungsquelle sie Bedarf haben und wie sie die entsprechenden Regionen erreichen nicht wie ein Botaniker oder Geologe bedenken. Dennoch vollführen diese Tiere alles was nötig ist, damit sie überleben können. Es ist offensichtlich, dass die Tiere sich das nicht selber beigebracht haben.
Der höchste Allah behütet alle Seine Kreaturen mit Seiner endlosen Barmherzigkeit. Nicht nur den Körper der Rentiere hat Allah perfekt erschaffen, auch ihre Bewegungen sind alle von Allah inspiriert. Diese Tiere leben mit der Inspiration Allahs und jedes einzelne ist ein Beweis für die Weisheit Allahs.
Er ist der Schöpfer der Himmel und der Erde, und wenn Er eine Sache beschließt, spricht Er nur zu ihr „Sei“ und sie ist. (Sure al-Baqara, 117)
Die Büffelantilopen Südamerikas
Für Antilopen bedeutet überleben, dass sie ständig auf der Suche nach Futter und Wasser sein müssen. Daher gehen sie auf Wanderschaft. Büffel ziehen die Berge des Ngorongoro Kraters im Westen, die Küsten der Viktoria See und endlang von Mara in Kenia bis nach Norden. Dieses 30.000 Quadratkilometer große Gebiet ist als Ökosystem Serengeti-Mara bekannt. Auf diesem weitläufigen Gebiet legen sie eine 3.000 Kilometer lange Wanderung hin.
Die Wege, welche die Büffel dabei zurücklegen, ähneln sich sehr. Doch jedes Jahr ist ihr Zug leicht abgewandelt. Die Länge der Regenzeit und zu welcher Jahreszeit es regnet, beeinflusst das Nahrungsaufkommen und somit auch die Migration dieser Tiere. Wenn der Regen zu Beginn der Regenzeit im November oder Dezember anfängt zu regnen, ziehen die Büffel von den Waldgebieten im Norden in die Richtung der baumlosen Weiden der Serengeti im Westen des Ökosystems. Die Büffel rotten sich in große Herden zusammen und grasen, während sie weiter vor dringen. Jedes einzelne Tier ist dauernd in Bewegung und eine Herde bevölkert ein Mal in der Woche oder öfter ein Gebiet. Die Büffel verweilen niemals länger an einem Ort, denn in ihrem Lebensraum gibt es keinen Ort, der für so viele Tiere ausreichend Futter bieten würde.
Die Überquerung des Mara-Flusses
In manchen Jahren überqueren mehr als Millionen Büffel das Masai Mara Gebiet in Kenia um auf die andere Seite zu gelangen. Auch in der Trockenzeit befinden sich in den nordwestlichen Zonen der Serengeti, die als Mara und Lamai Wedge bekannt sind, breite Weidegebiete. Doch um diese zu erreichen, müssen die Tiere den Mara-Fluss überqueren.
Im Juli oder Anfang August überqueren tausende Büffel die Berghänge im Norden der Serengeti, um den Fluss zu überwinden. Manchmal passieren sie gefährliche Stellen, springen über Vorsprünge oder mühen sich Schlammbetten zu durchqueren. Manch ertrinken dabei. Die alten, erfahrenen Tiere wandern vorne weg und die Jungen folgen ihnen.
Egal welche Faktoren die Wanderung der Büffel auslösen – manchmal möchten die Tiere einfach nur Wasser trinken - wenn sie sich einmal in Gang gesetzt haben, kann nichts sie aufhalten. Falls Fahrzeuge oder Jäger sie hindern wollen, suchen sie sich einen anderen Weg. Manchmal durchqueren sie dabei den Wald, um den Fluss zu erreichen.
Ende September und im Oktober machen sich die Büffelherden in Mara auf um in die Serengeti zurück zu kehren. Der Regen hat begonnen und die Tiere folgen dem Regen Richtung Süden. Wenn der Regen anhält, warten auch die Büffel am Waldrand. Wenn es erneut anfängt zu regnen, ziehen die Antilopen weiter und erreichen so im Dezember das grüne Weideland.
Der Boden in der Serengeti ist vulkanisch und daher reich an Nährstoffen. Doch gleich unterhalb der Oberfläche ist eine feste Schicht aus Calciumcarbonat. In dieser harten, steinigen Schicht kann kein Baum wurzeln und daher überleben hier nur einjährige Gräser. Die kleinen und Kurzen Wurzeln saugen jeden Tautropfen auf, der sich in den kalten Nächten bildet. Daher können die Gräser auch an sehr trockenen Tagen überleben und nach einem Regen sofort austreiben.
Die Büffel lieben diese kurzstängligen Pflanzen mit kleinen Blättchen der Serengeti. Diese Besonderheit ist eine Maßnahme gegen die tausenden von hungrigen Büffeln. Dadurch, dass die Pflanzen beständig gegessen werden, bleiben sie kurz und wachsen dennoch ständig weiter. Die Stängel der abgegrasten Pflanzen schicken ein Wachstumshormon aus, dass das Neuwachstum unterstützt. Auch der Speichel der Tiere wirkt als Wachstumsreiz.53 Die Büffel bleiben niemals so lange an einem Ort, dass sie der Natur Schaden zufügen würden und ihr Kot ist ein gutes Düngemittel für den Boden.
Allah hat alles so erschaffen, dass es gut ist und dass jede Kreatur bekommt, was sie benötigt. Die Gewohnheiten der Büffel und die Bodenbesonderheiten in ihrem Lebensraum, die Besonderheiten der Gräser, die hier wachsen und viele andere Details der Wanderung sind Beweise, dass jede einzelne Stufe ein Teil der Schöpfung ist.
Wahrlich, Allah, Er (allein) ist der Versorger, der Herr aller Stärke, der Unerschütterliche. (Sure al-Dhariyat, 58)
Die Wanderung eines 125 Gramm
leichten Erdhörnchens
Erdhörnchen leben in großen Gruppen auf offenen Weidegebieten und ernähren sich von Gräsern und Samen. In der Nacht schlafen sie in unterirdischen Bauten. Wenn man die Wanderung dieser Tiere in Relation mit ihren winzigen Körpern setzt, dann ist das eine sehr weite Strecke. Das Belding-Ziesel (Spermophilus Beldingi) verlässt seinen Geburtsort, wenn es erst zwei Monate alt ist und halb so groß ist wie ein ausgewachsenes Tier. Es kehrt nie wieder dorthin zurück. Es wiegt zu diesem Zeitpunkt nur 125 Gr. und wird einen Kilometer weit reisen, bevor es seinen neune Siedlungsort erreicht hat. Das käme einer Strecke von 600 km gleich, die ein Mensch mit 75 Kilo Gewicht zurücklegt. Mit anderen Worten ausgedrückt, wenn wir die Größe der kleinen Erdhörnchen bedenken, legen sie eine weitere Strecke zurück, als die Büffel, die von der Serengeti nach Kenia ziehen und zurück und dabei 3.000 km hinter sich bringen.54
Kleine Reisende des Nordens:
Lemminge
Lemminge sind Nagetiere, die am Nordpol und den Steppen der Alpen leben. Sie wohnen in großen Gruppen zusammen und treten jedes Jahr gemeinsam eine lange Reise an.
Lemminge gehen saisonal auf ihre Wanderschaft. Jedes Jahr gehen sie in ihre Überwinterungsgebiete und kehren im Sommer zurück. Im Winter leben sie in Felsgebieten, die trocken sind und eine dicke Schneeschicht haben. Wenn sich ihre unterirdischen Bauten mit dem Wasser des schmelzenden Schnees füllen, ziehen sie zu ihren Sommergebieten, in der Nähe eines Flusses oder Sumpfes. Am Ende der Fortpflanzungszeit kehren sie wieder in ihre Überwinterungsgebiete zurück. Diese Wanderung beginnt im Juli und dauert ein paar Monate. Zuerst machen sich die ausgewachsenen Männchen auf den Weg. Sie werden von den ausgewachsenen Weibchen gefolgt, später kommen die Jungtiere nach. Weil die Anzahl der Lemminge gering ist, dauert auch die Wanderung nicht sehr lange. Doch alle drei bis vier Jahre, nimmt ihre Anzahl stark zu und dann kann es sein, dass sie sehr weit entfernte Regionen aufsuchen.
Die Lemminge verfügen über einen Körper, der genau an ihre Umgebung und die Lebensbedingungen angepasst ist. Sie können im Polarwinter ohne zu erfrieren oder zu sterben ihr Leben aktiv fortsetzen. Denn das lange Winterfell der Lemminge verringert den Kälteverlust und ist so erschaffen, dass er sie vor der Kälte schützt. Ihre Vorderkrallen wachsen im Winter. Damit können sie im Winter Tunnel in den Schnee graben, in denen sie ihre Nester einrichten. Dort sind sie vor der Kälte und Raubtieren geschützt.
Der Herr allen Lebens, Allah, hat die Lemminge so erschaffen, dass sie ihrem Lebensraum und den dort herrschenden schweren Bedingungen angepasst sind.
Eine Lemmingart zum Beispiel (Dicrostonyx exsul) wechselt seine Fellfarbe und ist im Winter weiß, im Sommer braun. Dank ihres weißen Pelzes im Winter, sind sie gut vor gefährlichen Raubtieren getarnt.55
mercredi 24 mars 2010
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